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Die derzeitigen Vorgänge in Berlin, in Gorleben, in Asse und anderswo in der Republik
verdienen eine gesteigerte Aufmerksamkeit!
Es besteht nicht nur eine Gefahr darin, dass jedes Endlager "sicher" sein muss, was es nach
heutigen Gepflogenheiten wohl nicht sein wird, sondern auch darin, dass sich schlaue
Nihilisten der lagernden Abfälle bedienen könnten, um die Menschheit auszurotten. Solch ein
Lager muss also bestens bewacht werden - und das zehntausende von Jahren. Wie soll so
etwas funktionieren, da Staatswesen in der Vergangenheit nur selten mehr als ein paar hundert
Jahre existierten?
Wer soll die Wächter zahlen, wenn die Staaten in krisenhafte Entwicklungen fallen werden -
weitere Weltwährungskrisen sind bereits jetzt absehbar - und nicht einmal mehr die Banken
Bestand haben werden?
Die Müllmenge jetzt noch zu vergrößern - durch längere Laufzeiten der Atommeiler - das ist
ein Verbrechen an künftigen Generationen.
Die ältesten Reste der frühen Hochkulturen datieren so ca. 8000 v. Chr. - also über 10.000
Jahre. Was man von diesen Hochkulturen noch findet ist vor allem ihr Müll, z.T. Grabstätten,
wenige Waffen etc.
Forscher, die sich den Hinterlassenschaften unserer Kultur in - sagen wir mal wenigen 100
Jahren - widmen werden, werden dabei ihr Leben riskieren...
Und dies alles nur, um kurzfristiger Profite willen?
Wie verbrecherisch kann eine Regierung sein, dass sie dies beschließt und wie lethargisch
eine Bevölkerung, die solches toleriert?
Und - man stelle sich vor - das alles geschieht im Rahmen von Recht und Gesetz. Man weiß
welches Desaster, schon jetzt, die wenigen bekannten Castortransporte sind.
Dies alles ist eine Politik auf Kosten künftiger Generationen. Und das von einer Regierung,
die stets das Wort "Nachhaltigkeit" im Munde führt!
(Michael Heinen-Anders)